Schwedenfestplakat

So viele gute Nachrichten! Wir wurden bei unserem Stand zum Schwedenfest überrannt. Die Gäste freuten sich sehr über unser "historisches" Angebot. Das historische Plakat als Reproduktion war innerhalb von 24 Stunden ausverkauft.

Nun haben wir ein zweites Original von 1715 reproduziert - gleiches Datum, gleiches Motiv, andere Kolorierung. Wir sind absolut baff über die Schärfe und die Qualität des Drucks!
Am Sonntag wird das Plakat für den guten Zweck verkauft, ab 14 Uhr im Hof des Stadtarchivs (Gerberstraße Tordurchfahrt), ab 15 Uhr laden wir dann zu unserer Station der Lesegärten ein. Dort wird der Wismarer Henker Lesende und Gäste erwarten. Vier Lesende werden antreten und auf die Gnade des Publikums hoffen. Wer die nicht bekommt .... .... ....
15, 16 und 17 Uhr beginnen die Hinrich ... , ähh, Lesungen. Der Eintritt ist wie auch zu allen 11 anderen Lesegärten frei. Unsere Ehrenamtlichen backen leckere Kuchen.
Und bitte, einmal Sonne zu den Lesegärten!
Das Plakat gibt es danach auch im Stadtarchiv, solange der Vorrat reicht.

 

 

 

Archivverein bringt 300 Jahre alte Karte von Wismar und der Region als Reproduktion heraus

Als Wanderkarte oder für den Radfahrer wird die Karte von 1715 nicht mehr herhalten können. Wohl aber gut gerahmt als Wandschmuck oder Geschenk. Genau 300 Jahre nach ihrem Druck bringt der Wismarer Archivverein pünktlich zum Schwedenfest eine Karte aus der schwedischen Zeit Wismars heraus. Als Reproduktion des Originals für den guten Zweck – mit dem Erlös werden die „Sorgenkinder“ aus dem Stadtarchiv restauriert.
„Unglaublich, was man auf der Karte alles entdecken kann“, so Stadtarchivar Dr. Nils Jörn. Die Dörfer der Region zwischen Blowatz, Klütz, Dambeck und natürlich der Insel Poel im Norden  werden aWebNHHistorischeKarteSchwedenfest1bgebildet. Zwischendrin Wismar mit seinen Festungsanlagen, eingezeichnete Felder, Häuschen, Seen und Flüsse. Die Lupe müsste gleich neben der Karte hängen, um jedes Detail erkennen zu können. Mit ganz viel Geduld könnte man zwischen den Wäldern kleine Buchstaben finden. „Das waren die Standorte der Hannoveranischen, Preußischen und Dänischen Truppen. Anders als heute wusste man damals, wer uns belagert“, schmunzelt Dr. Nils Jörn. Eine Karte, wie sie der jeweilige Feldherr wahrscheinlich auf dem Tisch hatte. 1711 belagerten die Dänen im nordischen Krieg Wismars, fünf Jahre später, im April 1716 ergibt sich die Stadt, die Festungsanlagen Wismars werden geschleift.
„Particulier Carte der Gegend von Wismar nebst der Insel Poel und angedeuteter Bloquarde zu Wasser und Lande 1715“ steht so in der barocken Kartusche im rechten Bildteil, von Engelchen getragen. „Unten links sehen wir Neptun persönlich“, so Nils Jörn. Die Schiffe in der Wismarbucht darüber tragen die Buchstaben – auch dazu kann in der Legende mit Lupe und sehr guten Augen nachgelesen werden, um welche Belagerer es sich handelte. Viel spannender für viele Wismarer könnte die Stadtansicht im unteren Bildteil sein. Die Stadt zwischen St. Nikolai und Mecklenburger Tor. „Das kommt davon, wenn man einfach abschreibt oder abmalt, ohne sich zu vergewissern, ob es seit dem Änderungen gab“, schmunzelt Dr. Nils Jörn über die Details, die er entdeckt. Denn der damalige Ingenieur, der die Karte gezeichnet hat, hat den Stand der Festung von 1675 aufgezeichnet. „Ohne, dass ihm klar war, dass es 1715 schon wieder ganz anders aussah in Wismar!“ Auch der Kirchturm von St. Nikolai sah damals anders aus - am 8. Dezember 1703 zerstörte ein Sturm den Spitzhelm des Turms. „Aber er wusste, dass es das Schloss des Mecklenburgischen Herzogs auf Poel nur noch als Ruine gab und dass die Insel Walfisch Ende des 17. Jahrhunderts zur Festung ausgebaut wurde.“, so Dr. Jörn. WebNHHistorischesPLakat2
Eine limitierte Anzahl an Reproduktionen können die Wismarer zum Schwedenfest kaufen. Am Freitag, Samstag und Sonntag wird der Verein mitten im Schwedenfestgetümmel seinen Stand aufbauen. Dann gibt es das Plakat für 8,50 Euro, dazu viele andere Postkarten – auch aus der Schwedenzeit - weitere Plakatmotive und Bücher mit historischem Wismarbezug.